Das neue Haus für treuen Burgmann Wilhelm Freseken

Als „ein Denkmal von örtlicher und landesgeschichtlicher, historischer und baugeschichtlicher Bedeutung“ hat der Landeskonservator den Fresekenhof in Neheim bezeichnet. Das vor etwa 650 Jahren errichtete Burghaus – der heutige Zustand stammt aus dem 17. Jahrhundert – erhebt sich in herausragender Position am nordwestlichen Rand der Altstadt, des noch von einigen alten Fachwerkhäusern geprägten „Strohdorfs“.Foto: Helmutheinz Welke
Erst seit 1980 ist die Stadt Arnsberg Eigentümerin des Fresekenhofes, jenes ehemaligen Burghauses mit 650-jähriger Geschichte, das wohl als eines der bedeutendsten Erbstücke aus der Neheimer Stadtgeschichte auf die Nachwelt überkommen ist. Nach aufwändiger Restaurierung wird es seitdem als Bürgerzentrum genutzt. Mehrere örtliche Vereine haben dort Räume als Vereinsdomizil zur Verfügung gestellt bekommen. Außer dem Heimatbund Neheim-Hüsten sind dies die Schützenbruderschaft und der Jägerverein Neheim, der Neheimer Strohdorf-Club, die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim und das Franz-Stock-Komitee.
Die früheste Kunde vom Fresekenhof, der wahrscheinlich ab 1360 errichtet worden ist, erhalten wir durch eine Urkunde vom 28. Juli 1377. Der Kölner Erzbischof und Kurfürst Friedrich III. von Saarwerden, seit dem Verkauf der Grafschaft Arnsberg durch Gottfried IV. an Köln 1369 Landesherr, gab damit „Unser neues Haus“ seinem Burgmann Wilhelm Freysken für treue Dienste zu Lehen. Die Freseken waren eine Linie des Rittergeschlechts von Neheim. Ihren Namen trägt das Gebäude noch heute. Bedingt durch wechselnde Nutzungen wurde es zeitweilig aber auch das Alte Gericht oder die Oberförsterei genannt.
Eine detaillierte Darstellung der Geschichte des Fresekenhofes ist anlässlich des Jubiläums Anfang 2010 in den örtlichen Tageszeitungen Westfalenpost und Westfälische Rundschau erschienen. Eine Kopie befindet sich in unserem Pressearchiv.
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