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Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 18:03 Uhr

Alter Platz mit neuen Funktionen

klanghausMit einem kleinen Volksfest wurde am Freitag, den 6. Mai 2011 die Neugestaltung des öffentlichen Raumes im Bereich der Möhnepforte in Neheim gefeiert. Zu der Übergabefeier hatten die Stadt Arnsberg, der Verkehrs- und Förderverein „Aktives Neheim“, der Strohdorfclub und wir eingeladen.

Etwa 150 Personen waren der Einladung gefolgt und füllten das Wiesengelände unterhalb des so genannten „Möhnebalkons“, das nach der Umgestaltung erheblich an Aufenthaltsqualität gewonnen hat. Die Viertklässler der benachbarten Karl-Wagenfeld-Schule unter der Leitung ihrer Lehrerin Friederike Braun unterhielten die Gäste mit Flötenspiel. Die ganze Schule hatte sich kreativ beteiligt und die Feier mit vielen bunten Bildern ausgeschmückt. Zum Dank dafür erhielten die Schülerinnen und Schüler von uns einige kostenlose Stadtführungen.

Nachdem Ratsmitglied Klaus Humpe in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bezirksausschusses Neheim die Gäste begrüßt hatte, ging unser Vorsitzender Franz Josef Schulte auf die Geschichte des Ortes ein, der den ältesten Straßennamen Neheims trägt und schon 1350 urkundlich erwähnt wird. Anschließend berichtete Christine Wolf vom Büro wbp Landschaftsarchitekten (Bochum) über die Ideen, die zu den hier umgesetzten Entwürfen geführt haben. Das Büro war im Jahre 2008 von der Stadt Arnsberg beauftragt worden, den Freiraum entlang der Möhne zwischen Möhnepforte und Möhnemündung auf der Grundlage des Masterplans Ruhr neu zu gestalten.

Schließlich kam auch noch Dr. Johannes Teiser, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Arnsberg, zu Wort. Er stellte fest, dass der 1987 für das gesamte Stadtgebiet gegründete Kunstverein bis jetzt gebraucht habe, um zum ersten Mal ein Projekt in Neheim zu realisieren. Es handelt sich dabei um das ehemalige Trafo-Häuschen an der Möhnepforte. Mit Unterstützung des Eigentümers, des Energieversorgers RWE, ist das Gebäude zu dem Kunstobjekt „Klanghaus“ umgestaltet worden. Die leisen Musik, die durch die Lüftungsschlitze nach außen dringt, ist allerdings nur in unmittelbarer Umgebung des Häuschens und bei völliger Stille wahrnehmbar. Das Bild rechts oben zeigt Dr. Teiser bei seiner Ansprache auf dem „Möhnebalkon“ vor dem „Klanghaus“.

sonderdruckZur Übergabe der Möhnepforte haben wir einen zwölfseitigen Sonderdruck (Bild links) herausgegeben, der am Veranstaltungstag kostenlos ausgegeben wurde. Es handelt sich um einen Auszug aus unserem soeben erschienenen Heft Nr. 49 der Heimatblätter „An Möhne, Röhr und Ruhr“, in dem es um die Überlegungen geht, die zu besagter Umgestaltung geführt haben.

Der Blick zurück: „Wo Möhneschulte das Brückengeld kassierte“

Video: Übergabe Möhnepforte

Bericht WP/WR

Kunstverein Arnsberg über das „Klanghaus“

Bericht und Fotos: Helmutheinz Welke