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Mittwoch, den 08. September 2010 um 20:24 Uhr

Edelstahlsäule markiert Neheims Grenze

Stadtförster i.R. Dohle bläst das SchnadehornAnlässlich des diesjährigen Schnadegangs hat die Neheimer Schützenbruderschaft als Ausrichter der Veranstaltung eine neue Grenzmarkierung gestiftet. Es handelt sich dabei nicht um den sonst üblichen Stein mit Inschrift, sondern um eine solide Säule aus Edelstahl mit der eingravierten Aufschrift „Fest in Neheim“. Unmittelbar neben dem Waldfriedhof im Rumbecker Holz markiert sie die Grenze der ehemaligen Stadt Neheim zu Hüsten.

„Sie wird uns wohl alle überdauern“, meinte Schützenoberst Andreas Cloer bei einer kurzen Ansprache an die Schnadegänger, von denen er – wie er später verkündete – sage und schreibe 167 gezählt hatte. Am Samstag, den 4. September 2010 hatten sie sich frühmorgens am Glockenspiel in der Fußgängerzone zur traditionellen Grenzkontrolle begeben, nachdem Stadtförster i. R. Heinz Dohle das alte Schnadehorn geblasen hatte (Bild oben).

Poaläsen an der SchützensteleAn der Schützenstele wurde auch das Ritual des Poaläsens (Bild rechts) vollzogen, gleich an zehn Teilnehmern, die zum ersten Mal beim Schnadegang waren. Hinterrücks machten sie Bekanntschaft mit der neuen Grenzmarkierung, sanft angedeutet allerdings nur.

Durch das Hülsbachtal ging es dann weiter zur Heinrich-Klasmeyer-Hütte oberhalb des Freibadstausees, wo eine Rast eingelegt wurde. Der weitere Weg führte die Schnadegänger am Rodelhaus vorbei hinunter ins Taufetal und über Schützenheim und Denzbrücke zur Abschlussveranstaltung am Fresekenhof.

Diese fiel wegen des Jubiläums des alten Burghauses (650-jähriges Bestehen) etwas größer aus als gewöhnlich. Außer Speisen (darunter auch die traditionelle Schnademahlzeit Erbsensuppe mit Mettwurst) und Getränken gab es auch Blasmusik vom Musikverein Wenholthausen und Mittelalterspiele mit der Sippe „Die Rabenfreyen“, die Schützenoberst Cloer an den Pranger stellten. Die zurückkehrenden Schnadegänger waren bereits „mit Pauken und Trompeten“ vom Fanfarenkorps Neheim-Hüsten empfangen worden.

Führung Heimatbundausstellung FresekenhofViele Besucher nutzten die Gelegenheit, um einmal einen Blick ins Innere des Fresekenhofes zu werfen. Die Vereine, die dort Räume nutzen, hatten diese freundlicherweise geöffnet. Auf besonderes Interesse stieß dabei unsere Ausstellung. Vorsitzender Franz Josef Schulte hatte reichlich zu tun, um alle Fragen zu den historischen Stadtmodellen zu beantworten (Bild links).

Alle Fotos: Helmutheinz Welke

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