Gedenkstein erinnert an Hüstens Schnadegang
Eine an einem Findling angebrachte Bronzetafel erinnert jetzt an den Hüstener Schnadegang im Jubiläumsjahr. Der an der Grenze Hüstens zu Neheim beim Rathaus aufgestellte Gedenkstein wurde am Samstag, den 18. September 2010 während des Schnadegangs von Arnsbergs stellvertretender Bürgermeisterin Erika Hahnwald enthüllt. Sie war dann auch die Erste, an der wie an etlichen anderen Neulingen beim Hüstener Schnadegang das Ritual des Poaläsens (Bild links) vollzogen wurde.
Siebzig Teilnehmer hatten sich mittags an der St.-Petri-Kirche auf den etwa neun Kilometer langen Weg entlang der nördlichen Grenze Hüstens zu Bruchhausen und Neheim gemacht. Von Seiten des Veranstalters Heimatkreis Freiheit Hüsten hatte dessen Vorsitzender Helmut Melchert die Schnadegänger begrüßt und berichtet, dass der Hüstener Schnadegang nunmehr seit 23 Jahren nach der Wiederbegründung 1987 stattfinde. An der ersten Station im neuen Solepark gab Matthias Kurzius als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hüsten, der anlässlich seines hundertjährigen Bestehens Ausrichter des Schnadegangs war, einige kurze Erläuterungen zu Hüstens jüngster Errungenschaft. Geschichtliche Hinweise zu verschiedenen Stellen, die der Schnadegang berührte, lieferte unterwegs der 2. Vorsitzende der SGV-Abteilung Hüsten, Klaus Klinkemeier.
Vom Solepark ging es dann unter der Autobahn hindurch und am SGV-Heim am Breloh vorbei hinauf zur ehemaligen Seilbahn am Hirschbergsiepen. Weiter führte die Schnadestrecke über den alten Moosfelder Totenweg bis zum so genannten Pilz am Rehbocksweg. Eine Rast mit erfrischenden Getränken legten die Schnadegänger am Wanderparkplatz Alter Holzweg ein, bevor es zwischen den Wohngebieten Müggenberg und Rusch hindurch zum Rathaus ging. Denn, so erklärte Wanderführer Klinkemeier anhand einer Karte und zur Verwunderung vieler Teilnehmer, der Ortsteil Rusch habe früher zu Hüsten gehört.
Am Rathaus wartete die bronzene Gedenktafel auf ihre offizielle Enthüllung. Der mächtige Stein, auf dem sie angebracht ist, habe bisher am Haus Hüsten gelegen, erklärte Melchert. Gleich zehn Neulinge beim Hüstener Schnadegang machten sodann hinterrücks mit dem Block Bekanntschaft, von den „Pohlmestern“ fachgerecht auf und nieder geschwungen. Später wurde ihnen diese Prozedur sogar mit namentlich ausgestellten Urkunden bescheinigt (Bild links).
Zum gemütlichen Abschluss im GVU-Heim war es dann nicht mehr weit. Bei Kaffee und Kuchen, Bier und Bratwurst ließen die Schnadegänger und weitere Gäste, die sich hinzugesellten, die Veranstaltung allmählich ausklingen. Mit Geschenken zeichnete der Heimatkreis die jüngsten und ältesten Teilnehmer sowie die stärkste Vereinsgruppe – mit deutlichem Abstand die SPD Hüsten – aus. Außerdem nahmen die Hüstener Sozialdemokraten das aktuelle Band für den Schnadewimpel entgegen.
Alle Fotos: Helmutheinz Welke
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Schnadegang: Erst Pflicht, dann streng verboten

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